AQUACHOICE
MUSIC / TECHNOLOGIE

Apple Music Hall: Konzertsaal, Studio und Produktion in einem

Apple eröffnet in der Battersea Power Station eine 600-Plätze-Halle mit Spatial Audio, Studios und Mehrkamera-Produktion.

23. September 2026Ausgabe #046
KI-Symbolbild aus dem Aquachoice-Archiv: erfundene DJ-Hardware und digitale Verbindungslinien vor dunklem Hintergrund.
KI-Symbolbild aus dem Aquachoice-Archiv: erfundene DJ-Hardware und digitale Verbindungslinien vor dunklem Hintergrund.

Apple hat am 21. September die Apple Music Hall in der Battersea Power Station in London vorgestellt. Der neue Veranstaltungsort fasst 600 Besucher und ist deutlich mehr als ein kleiner Konzertsaal.

Nach Angaben von Apple verfügt die Halle über ein Spatial-Audio-System mit 48 Lautsprechern, zwei professionelle Aufnahme- und Mixstudios sowie eine fest verkabelte Infrastruktur für mindestens 16 Kameras. Damit lassen sich Auftritt, Mehrspuraufnahme, räumlicher Audiomix und Mehrkamera-Video in einer Produktionsumgebung verbinden. [1]

Für Musiker ist daran weniger die Zahl der Sitzplätze interessant als die technische Kette dahinter. Ein Konzert kann aufgezeichnet, gemischt und für weitere Ausspielwege aufbereitet werden, ohne dass dafür mehrere getrennte Produktionsorte nötig sind.

AQ-STANDPUNKT
Technisch ist das bemerkenswert. Gleichzeitig rückt Apple damit einen weiteren Schritt näher an die Produktion selbst heran. Streamingdienst, Hardware-Ökosystem, Audioformat und nun auch eigene Live-Infrastruktur greifen zunehmend ineinander. Das kann Künstlern praktische Möglichkeiten eröffnen, erhöht aber zugleich den Einfluss einer einzigen Plattform auf mehrere Stufen der musikalischen Wertschöpfung.

Und wenn Apple einen Konzertsaal baut, bleibt es natürlich nicht bei Bühne, Mischpult und einer Nebelmaschine aus dem Baumarkt. Bescheidenheit war noch nie ein Kernfeature des Ökosystems.

Quelle

  1. Apple Newsroom · 21.09.2026

Redaktionsstand: 23. September 2026.

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