Die gemeldeten Zahlen
Nach einem Bericht von MusicRadar untersuchte SubmitHub mit seinem System SH Labs mehr als eine Million neu veröffentlichte Titel. 23,2 Prozent seien als vollständig KI-generiert und weitere 15,3 Prozent als KI-unterstützt eingestuft worden.
Zusammen ergibt das 38,5 Prozent. Die Zahl beschreibt jedoch das Ergebnis eines automatisierten Erkennungssystems und keine lückenlos bestätigte Selbstauskunft der Künstler.
Der entscheidende Vorbehalt
31 Prozent der als KI-Nutzer markierten Künstler bestritten laut Bericht den Einsatz entsprechender Werkzeuge. Dafür sind mindestens drei Erklärungen möglich: falsche Treffer, unvollständige Angaben der Künstler oder eine Mischung aus beidem.
Warum das trotzdem relevant ist
Musikplattformen benötigen Verfahren gegen massenhafte KI-Uploads, Betrug und nicht genehmigte Stimmenimitationen. Gleichzeitig dürfen solche Systeme menschliche Produktionen nicht vorschnell aussortieren.
Der faire Gegenpunkt
Eine unvollkommene Erkennung kann dennoch nützlich sein, wenn sie nur als Hinweis für eine anschließende menschliche Prüfung dient. Problematisch wird sie, sobald ein unsicherer Treffer automatisch als Beweis behandelt wird.
Aquachoice-Kommentar
Wenn die Prüfsoftware nicht sicher weiß, wer KI benutzt, haben wir möglicherweise weniger eine Musikstatistik als einen digitalen Lügendetektor mit Wackelkontakt.