FAKTEN Die Forschungsgruppe Wahlen sieht in ihrer Veröffentlichung vom 17. September die SPD bei 37 und die AfD bei 36 Prozent. Die CDU erreicht sechs Prozent. Die Umfrage ist eine Momentaufnahme, keine Prognose des Wahlausgangs. Bei der Ministerpräsidentenfrage liegt Schwesig dagegen klar vor Holm. [1]
AQ-STANDPUNKT Ich möchte, dass die AfD anhand ihrer konkreten Vorschläge beurteilt wird. Wer ihre Wähler pauschal abwertet, ersetzt die politische Debatte durch moralische Selbstbestätigung. Eine Regierung sollte erklären, was sie geleistet hat und was sie besser machen will. Dauerempörung über den Gegner ist dafür ein dünner Geschäftsbericht.
Genauso dünn wäre allerdings der Versuch, aus Sympathie schon jetzt einen AfD-Sieg auszurufen. Ein Prozentpunkt Abstand ist kein belastbares Siegerpodest. Schwesigs persönliche Stärke zu verschweigen, würde den Beitrag nicht schärfer machen, sondern schlechter.
Mein Maßstab bleibt: diskutieren statt diffamieren. Programme prüfen, Widersprüche benennen und offene Fragen offenlassen. Die politische Richtung darf klar sein. Die Fakten dürfen dafür nicht verbogen werden.
Quellen
Redaktionsstand: 18. September 2026 · 06:12 Uhr MESZ.
