Die Abstimmung für die Top 100 DJs 2026 läuft noch bis zum 16. September um 23:59 Uhr GMT. Das Verfahren ist vollständig offen: Es gibt keine vorgegebene Nominierungsliste und keine formale Zulassungshürde. Jeder Teilnehmer kann fünf DJs frei eintragen.
DJ Mag beschreibt die Wahl als weltweit größtes öffentliches Voting für elektronische Musik. Die Liste begann 1993 als redaktionell zusammengestellte Rangfolge und findet inzwischen zum 33. Mal statt. Im vergangenen Jahr gewann David Guetta zum fünften Mal und zog damit mit Martin Garrix und Armin van Buuren gleich.
Was das Voting tatsächlich misst
Das Ergebnis zeigt, welche Künstler ihre Fans am erfolgreichsten mobilisieren. Das ist nicht wertlos: Reichweite entsteht häufig durch starke Produktionen, große Shows und jahrelange Arbeit. Sie wird allerdings ebenso von Marketingbudgets, Festivalpräsenz, Social-Media-Reichweite und national organisierten Fanbasen beeinflusst.
Das stärkste Gegenargument
Wer die Liste nur als belanglosen Beliebtheitswettbewerb abtut, macht es sich ebenfalls zu einfach. Ein DJ, der weltweit große Bühnen füllt, hat offensichtlich eine Verbindung zum Publikum aufgebaut. Trotzdem misst die Abstimmung weder Übergangstechnik noch Musikauswahl, Risikobereitschaft oder die Fähigkeit, einen schwierigen Dancefloor zu lesen.
Aquachoice-Kommentar
Publikumswahlen messen Popularität ziemlich präzise – Qualität nur gelegentlich. Ein guter DJ liest den Dancefloor und nicht bloß seine Followerzahl. Beides kann zusammenkommen, muss es aber nicht.
Aquachoice-Fazit: Abstimmen lohnt sich, wenn man nach einem eigenen Maßstab wählt: Technik, Trackauswahl, Produktionen oder Liveshow. Wer einfach die fünf größten Namen kopiert, könnte ebenso gut den Instagram-Zähler zur Jury ernennen.
Quellen
Letzte Quellenprüfung: 7. September 2026, 06:51 Uhr MESZ.
